Aufführung Theatergruppe Kunst Stoff Ensemble: Eine Leiche und jede Menge Lacher

Es wirkten mit (v.l.): Moritz Stelter (Kommissar), Roderich Stelter (Hausmeister), Martin Meierhofer (Polizeiassistent), Regisseur Philip Brand (Graf von Schmierstein), Petra Stelter (Sekretärin), Markus Kaiser (Schwester), Roger Harrer (Firmeninhaber Greifenbrecht), Bernd Feser (Buchhalter), Kerstin Bauer (Ehefrau), Stefanie Hüsler (Tochter). Bild: S. Gems-Thoma

Neu gegründete Theatergruppe Kunst Stoff Ensemble trifft mit Kriminalkomödie Publikumsgeschmack. Viel Applaus für Akteure


von Sabine Gems Thoma für den SÜDKURIER / Alb-Bote

Gleich zur Premiere ein Volltreffer: Vor zweimal ausverkaufter Halle brillierte die neu gegründete Theatergruppe „Kunst Stoff Ensemble“ unter der Regie von Philip Brandl mit der Kriminalkomödie „Meine Leiche, deine Leiche“ von Christine Steinwasser und landeten einen phänomenalen (Lach-) Erfolg. Das Publikum dankte mit reichlich Szenenbeifall und stehenden Ovationen für einen höchst vergnüglichen Theaterabend. Man kennt den einen oder anderen des im Sommer 2014 gegründeten zehnköpfigen Ensembles bereits von den Auftritten des SC Hohentengen an den Büttenabenden. Jetzt haben die Mitglieder des Sportclubs eine neue Disziplin entdeckt: das Theaterspielen.

Launig führte Jörg Burmeister in das Geschehen ein und versprach ein unterhaltsames Verwirrspiel mit vielen überraschenden Wendungen. Kaum hatte sich der Vorhang geöffnet und gab den Blick in das Büro von Firmeninhaber Albrecht Greifenbrecht frei, gab es schon den ersten Szenenbeifall. Arrogant herrisch und überaus fies präsentierte sich der Unternehmer (Roger Harrer), eilfertig dienend seine heimlich in ihn verliebte Sekretärin (Petra Stelter). Ob seine enttäuschte Ehegattin (Kerstin Bauer), die berechnende Tochter (Stefanie Hüsler), der geschasste und mit der mittellosen Schwester Greifenbrechts (Markus Kaiser) flirtende Geschäftspartner Graf von Schmierstein (Philip Brandl), der hektische Buchhalter (Bernd Feser) – alle tyrannisiert er und jeder hätte genug Gründe, ihn umzubringen. Doch wer war es wirklich, stellt sich die Frage, als Greifenbrecht morgens tot an seinem Schreibtisch vom zunehmend verwirrteren Hausmeister Moosgruber (Roderich Stelter) aufgefunden wird. Kaum sind der aufbrausende Kommissar (Moritz Stelter) und sein etwas dümmlicher Assistent (Martin Meierhofer) vor Ort, ist di e Leiche verschwunden. Es entwickelt sich ein köstliches Verwirrspiel, in dem die wieder auftauchende Leiche, mitunter mittels Zuhilfenahme des Publikums, stets wieder entsorgt werden muss. Immer wieder gab es Szenenapplaus für die Akteure, die die Charaktere glänzend und hinreißend auf die Bühne brachten und das Publikum zum herzhaften Lachen animierten. Mit Bravo-Rufen und stehenden Ovationen dankten die Zuschauer für den höchst kurzweiligen Theaterabend. Regisseur Philip Brandl und die Akteure waren mehr als zufrieden mit ihrer Premiere. „Bei der Probenarbeit haben wir uns immer gefragt, wie kommt es wohl an. Die Reaktion vom Publikum heute war sensationell. Es war phänomenal, einfach nur schön“, so sein Resümee. Ein neues Stück soll es auch geben – in ein, zwei Jahren.

Die Akteure

Das „Kunst Stoff Ensemble“ wurde im Sommer 2014 aus Mitgliedern der AH-Abteilung des SC Hohentengen gegründet und besteht aus zehn Akteuren: Roger Harrer, Petra, Roderich und Moritz Stelter, Kerstin Bauer, Philip Brandl, Markus Kaiser, Stefanie Hüsler, Bernd Feser, Martin Meierhofer. Die Regie führt Philip Brandl.

Für die Kulisse ist Thomas Bauer zuständig, Maske Gitta Stärk, Technik Patrick Rabl und Jörg Burmeister, Werbung Bernd Feser.

Quelle: suedkurier.de