Das Theaterstück des Ensembles Kunst-Stoff, "Der Sauna-Gigolo", verspricht pikanten Humor

Das Theaterensemble Kunst-Stoff probt für sein neues Stück "Der Sauna-Gigolo" mit Premiere am 28. April. Darin erwarten die Bescher turbulente Szenen in der Bade-Welt "Aqua-Fit".

 

Das Hohentengener Theaterensemble Kunst-Stoff probt derzeit für seinen dritten Coup: "Der Sauna-Gigolo" soll am 28. April Premiere feiern. Die rund 90-minütige Komödie in drei Akten von Andreas Wening spielt in der Bade-Welt "Aqua-Fit". Die heile Welt wird eines Tages vom neuen Masseur Sandro aufgemischt und schon kurz darauf wird das zuvor heile Gefüge ebenso undurchschaubar, wie der Handlungsort zwischen zwei Naturkräuter-Aufgüssen.

Auch die Lästerweiber Theresa, Lisbeth und Ursel tragen mit ihrem Konkurrenzkampf nicht gerade zur Transparenz der Geschehnisse bei. Die Herren, alteingesessene Platzhirsche, sehen Sandro als Eindringling in ihr bereits abgestecktes Wellness-Revier und beschließen, besondere Maßnahmen zur Wiederherstellung der früheren Badeordnung zu ergreifen.

 

SÜDKURIER/Alb-Bote vom Mittwoch, 22. März 2017

Durch Irrungen und Wirrungen kommt es daraufhin zu geradezu tumultartigen Szenen. Aber ist wirklich alles heiß, was dampft? Das überraschende Ende wird auch bei den Abgebrühtesten für Schweißausbrüche sorgen.

Das Hohentengener Kunst-Stoff-Ensemble hat mit "Meine Leiche – diene Leiche" und "Leinen los und voll daneben" bereits in den vergangenen Jahren für ausverkaufte Vorführungen gesorgt. Roderich Stelter hat beim "Sauna-Gigolo" die Regie übernommen und probt mit seinem 15-köpfigen Team bereits seit Anfang Oktober. Mittlerweile trifft man sich zweimal die Woche in der Hohentengener Mehrzweckhalle, wo auch die spätere Vorführung stattfinden soll.

Weitere Aufführungen sind für 29. April sowie für das Wochenende, 5. und 6. Mai, geplant. Die Vorstellungen beginnen um 19 Uhr. Für die Bewirtung werden die Hexenclique und die Gelbjacken-Hansele der Narrenzunft Bohnenviertel sorgen. Karten kosten zehn Euro und können im Vorverkauf bei Edeka-Wagner erstanden werden. Reservierungen können per E-Mail (karten@kunst-stoff-ensemble.de) vorgenommen werden. Eine frühe Reservierung lohnt sich, in den vergangenen Jahren waren die Aufführungen des Ensembles meistens ausverkauft.

SÜDKURIER/Alb-Bote vom Mittwoch, 22. März 2017

So witzig ist das neue Stück des Kunst Stoff Ensembles

Mit dem Sauna Gigolo hat das Kunst Stoff Ensembles die Lacher auf seiner Seite. Das Publikum genoss den unterhaltsamen Theaterabend und amüsierte sich köstlich. Warum Sie das Stück noch ansehen sollten, erfahren Sie hier.

Hohentengen (inp) Das Kunst Stoff Ensemble Hohentengen feierte am Freitagabend mit dem Stück „Der Sauna Gigolo“ Premiere. Rund 200 Zuschauer füllten die liebevoll als Wohlfühloase „AquaFit“ ausgestaltete Gemeindehalle. Vor der Aufführung hatte das Publikum die Gelegenheit, das vorzügliche Buffet zu genießen und sich mit einem Glas Sekt auf den Abend einzustimmen.

Der Theaterabend wurde unterhaltsam und fröhlich. „Das war für die diesjährige Vorstellung mit der Auswahl des Stückes so gedacht“, meinte dazu Regisseur Roderich Stelter, der auch Roswitha Algengrün, die Besitzerin des Wellnessbades, mimte.

Moderator Jörg Burmeister, der die Technik während der Aufführung überwachte, konnte auch Bürgermeister Martin Benz und Pfarrer Markus Maria Gut als Gäste begrüßen.

SÜDKURIER/Alb-Bote vom Dienstag, 2. Mai 2017

Dann betraten drei saunawillige Damen die als Ruheraum mit Massagekabine und Rezeption ausgestaltete Bühne. Kerstin Bauer, Fränzi Burmeister und Petra Stelter (als spitzzüngige Saunagäste Lisbeth Melzer, Ursel Hubschmidt und Theresa Thomalla) ließen keinen privaten Bereich aus, um mit giftigen Bemerkungen übereinander herzufallen. Klischeebehaftet bis zum Umfallen, folgte ein Spruch dem anderen, sodass ein Dialog im ursprünglichen Sinn nicht ausreichte, die anzüglichen Boshaftigkeiten untereinander auszutauschen. Lustig war das durchaus und die Damen ernteten viele herzhafte Lacher aus dem Publikum. Denn wer hört es nicht gern, dass es mit zunehmendem Alter auch anderen so geht, dass einige Problemzonen, wie Röllchen an Stellen wo sie nicht hingehören, Falten und vielleicht sogar mangelnde sexuelle Befriedigung nicht mehr zu retuschieren sind.

Da wird so ein knackiger, neu eingestellter Masseur schon mal zum heimlichen Traum versteckter Wünsche. Die Macht der Begierde rief natürlich einen heftigen Konkurrenzkampf zwischen den Damen hervor. Auch die eigentlich zum Stillschweigen bestochene Saunameisterin Rita Raffke (Steffi Hüsler) war wenig begeistert von diesem ihr die Kundschaft streitig machenden Gigolo Sandro, gespielt von Markus Kaiser.

Gemeinsam mit den eifersüchtigen, sich als ihre Angetrauten verkleideten Ehemännern und dem befreundeten Hausarzt, (Bernd Feser, Roger Harrer, Martin Meierhofer und Philip Brandl) wollten sie sich diesen Charmeur vornehmen.

Köstlich trat in dieser Szene Bernd Feser, alias Gerhard Melzer, mit dem imitierten Hüftschwung seiner Gattin auf, der mit einer Extrarunde auf der Bühne den anhaltenden Jubel der Zuschauer hervorrief.

Dieser Plan ging natürlich schief und anstatt des erwarteten Masseurs trafen sie unwissentlich auf den offensichtlich wenig an Frauen interessierten Kosmetiker (Moritz Stelter), was zu zweideutigen Missverständnissen führte.

Die Auflösung dieses Verwirrspiels können Sie bei den weiteren Aufführungen am 5. und 6. Mai in Hohentengen selbst erleben.

SÜDKURIER/Alb-Bote vom Dienstag, 2. Mai 2017